Vermeide Suggestion. Frage nicht, ob etwas „gut“ ist, sondern woran die Person erkennt, dass sie richtig liegt. Bitte um eine Zusammenfassung in eigenen Worten. Lass die Testperson die nächste Aktion vorhersagen, bevor sie handelt. Bitte um eine Schulnote und eine Begründung. Erfrage Alternativen: „Was hättest du erwartet?“ So sammelst du präzise Signale für Sprache, Affordanzen und Informationsarchitektur, statt allgemeiner Höflichkeitsurteile, die in Entscheidungen selten weiterhelfen.
Nutze Chatgruppen, um kurzfristig zwei Freiwillige zu gewinnen, biete Kaffee oder Kuchen als Dank an. Bereite drei Aufgaben mit klaren Erfolgskriterien vor und halte Ersatzmaterial bereit, falls etwas reißt. Bitte eine Person, das Protokoll zu führen: Zeit, Zitate, Beobachtungen. Baue Pausen ein und filme Hände statt Gesichter, um Hemmungen zu reduzieren. Diese leichte, respektvolle Atmosphäre liefert ehrliches Feedback und motiviert Wiederholungen an aufeinanderfolgenden Abenden.
Lege eine einfache Namenskonvention fest: V1_Griff_dicker, V2_Rücklauf_sanft. Hänge Ausdrucke in chronologischer Reihenfolge auf und markiere pro Version die drei wichtigsten Veränderungen. Bitte Testpersonen, mit Klebepunkten ihre Favoriten zu wählen, und sammle Begründungen. Dieses visuelle Archiv schärft Fokus, erleichtert Entscheidungen und verhindert, dass gute Ideen unterwegs verloren gehen. Gleichzeitig zeigt es Außenstehenden, wie diszipliniert du lernst und warum bestimmte Wege bewusst ausgeschlossen wurden.
Formuliere für jeden Prototyp nur eine Frage: Ergonomie, Verständnis oder Begeisterung. Richte Material, Aufbau und Aufgaben strikt darauf aus. Wenn du mehr wissen willst, plane mehrere kurze Durchläufe statt eines langen. Dieser Fokus erhöht Signalstärke, spart Material und schützt dich vor Verwirrung durch widersprüchliche Beobachtungen. Am Ende jedes Durchlaufs dokumentierst du Entscheidung, Beweis und nächste Maßnahme – nicht später, sondern sofort, solange Eindrücke frisch sind.
Definiere Schwellenwerte im Voraus: Wenn drei von fünf Testpersonen scheitern, wird geändert. Wenn alle ohne Hilfe durchkommen, wird fixiert. Dadurch entlastest du dich emotional und schützt Tempo. Sag bewusst Nein zu netten Extras, die Kernnutzen verwässern. Jede Entscheidung notierst du als kurzen Satz mit Begründung und Foto. Diese Stringenz baut Vertrauen bei Mitgründerinnen, Partnern und frühen Kundinnen auf, weil Fortschritt sichtbar, begründet und wiederholbar wird.